10 faszinierende Fakten ĂŒber schwarze Katzen

Schwarze Katzen haben mit vielen Vorurteilen zu kĂ€mpfen und wurden in Europa lange Zeit sogar als Komplizen des Teufels verfolgt und getötet. Auch heute noch ist der Aberglaube weit verbreitet, dass schwarze Katzen UnglĂŒck bringen. Wer Besitzer einer schwarzen Katze ist, weiß jedoch, dass diese eleganten Tiere etwas ganz Besonderes sind. Mach dich hier zu den interessantesten Fakten ĂŒber die schwarzen Samtpfoten schlau!

Schwarze Katze
Inhalt

Fakt 1: Die schwarze Katze gilt vielerorts als GlĂŒcksbringer

Nicht ĂŒberall gilt die schwarze Katze als UnglĂŒcksbringer oder gar „böse Kreaturen“, ganz im Gegenteil: In vielen Kulturen gelten schwarze Katzen nicht als UnglĂŒcksbote, sondern als etwas BegrĂŒĂŸenswertes:

  • China und Japan: Schwarze Katzen gelten in beiden LĂ€ndern als Symbol fĂŒr Reichtum und Wohlstand.
  • Japan: Schwarze Katzen sind ideale Mitbewohner fĂŒr weibliche japanische Singles. Der Grund: Im Land der aufgehenden Sonne glaubt man, dass eine schwarze Katze ein echter MĂ€nner-Magnet ist.
  • Britische Midlands: Hier gelten schwarze Katzen als ideales Hochzeitsgeschenk, das der Braut GlĂŒck fĂŒr die Ehe beschert.
  • Schifffahrt: Bereits seit Jahrhunderten glauben Matrosen aus verschiedenen Teilen der Welt daran, dass schwarze Katzen an Bord eines Schiffs GlĂŒck bringen und eine sichere Reise ermöglichen.

Fakt 2: Schwarze Katzen sind weniger anfĂ€llig fĂŒr Krankheiten

Forscher des National Institute of Health in den USA stellten fest, dass eine der genetischen Mutationen, die der Grund fĂŒr die schwarze Farbe sind, verwandt mit dem menschlichen CCR5-Gen sind, das beim Menschen zu einer HIV-Resistenz fĂŒhrt.

Die Forscher vermuten, dass das MC1R-Gen schwarze Katzen ebenfalls vor Virus-Infektionen schĂŒtzen könnte und die schwarzen Fellnasen deswegen seltener krank werden als andersfarbige Artgenossen.

Quelle: https://www.welt.de/print-wams/article123527/Schwarze-Katzen-sind-weniger-krank.html

Info

Liegt eine DunkelfĂ€rbung von Fell oder Haut vor, spricht man von Melanismus (vom griechischen „melanizein“ = schwarz werden). Der Begriff „Melanine“ bezeichnet dunkle Pigmente. Melanismus kann vererbt werden oder aber durch erhöhte Sonneneinstrahlung (Schutz vor UV-Strahlen), hohe Luftfeuchtigkeit oder niedrige Temperatur entstehen.

Fakt 3: Katzen der Bombay-Rasse sind ausschließlich schwarz

Die US-amerikanische Cat Fanciers‘ Association (CFA), die sich selbst als weltweit grĂ¶ĂŸte stammbaumfĂŒhrende KatzenzĂŒchter-Vereinigung bezeichnet, erkennt 22 Katzenrassen mit schwarzem Fell an. Dazu gehört die Bombay, die einzige Rasse, bei der schwarzes Fell eine Grundvoraussetzung fĂŒr den Rassestandard ist.

Mit ihrem tiefschwarzen, glĂ€nzenden Fell und den leuchtend gelben Augen sehen Bombay-Katzen fast aus wie kleine schwarze Panther. Anders als die großen Raubkatzen aber, deren Fellkleid durchaus auch kleine TĂŒpfelchen aufweisen kann, ist das der Bombay-Katzen ganz ohne Flecken und andersfarbige Rosetten. Übrigens: Bombay-Katzen gelten als besonders clever und lernen schnell!

Schwarze Katzenrassen
Rein schwarze Katzenrasse: Die Bombay Katze

Fakt 4: Es gibt einen Tag der schwarzen Katze

In den USA wird der „Black Cat Appreciation Day“ (17. August), in Großbritannien der „National Black Cat Day“ (27. Oktober) gefeiert. Letzteren gibt es seit dem Jahr 2010, als die britische Tierschutzorganisation Cats Protection ihn als Aktionstag ins Leben rief, um auf die niedrige Adoptionsquote von schwarzen Katzen aus Tierheimen aufmerksam zu machen.

Quelle: https://www.kuriose-feiertage.de/tag-der-schwarzen-katze-grossbritannien/

Fakt 5: Schwarze Katzen sind nicht einfach nur schwarz

DafĂŒr, dass die Fellfarbe schwarzer Katzen einheitlich schwarz ist, sorgt das Pigment Eumelanin. Kommt es zu kleinen VerĂ€nderungen in der Struktur des Pigments, entstehen Abstufungen in der schwarzen FellfĂ€rbung. Auf diese Weise kann das Fell gerade im Sonnenlicht verschiedene FĂ€rbungen annehmen. Zu den schönsten Nuancen gehören „Chocolat“ (Schokoladenbraun) und „Cinnamon“ (Zimtfarben).

Manchmal ist die Rede davon, dass schwarze Katzen „rosten“ können. Was damit gemeint ist? Wenn eine schwarze Katze das sogenannte Tabby-Gen hat, kann sich das schwarze Fell bei regelmĂ€ĂŸiger Sonneneinstrahlung rostbraun fĂ€rben. Der Grund: Die Sonnenstrahlen fĂŒhren dazu, dass sich das Eumelanin im Fell zersetzt. Dann kommen die darunter liegenden Tabby-Streifen zum Vorschein.

DarĂŒber hinaus ist es möglich, dass sogenannte VerdĂŒnnungsfaktoren wirksam werden. Diese haben zur Folge, dass sich weniger Pigmente im Fell ablagern und das eigentlich schwarze Fell fast blau erscheint.

Info:

Der Begriff „Tabby“ bezeichnet die typische Fellzeichnung von Katzen, die nicht einfarbig sind oder eine Farbe mit weißen Flecken haben. Man unterscheidet zwischen getigerten, gestromten, getupften und getickten Fellmustern.

Alle Tabby-Muster zeichnen sich durch eine M-förmige Zeichnung auf der Stirn des Tiers aus. Ebenfalls ein Hinweis auf das Vorhandensein einer Zeichnung ist eine helle Umrandung der Augen („Tabby-Brille“) sowie die helle Umrandung der Ohren.

Fakt 6: Schwarze Katzen in Film, Fernsehen und Literatur

TatsĂ€chlich gibt es gleich mehrere berĂŒhmte schwarze Katzen:

  • Salem („Sabrina – Total Verhext!“)
  • Snowball II („Die Simpsons“)
  • Pluto (Kurzgeschichte „The Black Cat“ von Edgar Allen Poe)
  • Thackery Binx (Fantasyfilm „Hocus Pocus“)
  • Luna („Sailor Moon“)
  • Isis („Star Trek“)

Fakt 7: Im Guinness-Buch der Rekorde steht eine schwarze Katze

Fakten ĂŒber schwarze Katzen
Eine schwarze Katze ist die reichste Katze der Welt (Symbolbild)

Laut Guiness-Buch der Rekorde ist der schwarze Kater „Blackie“ die wohlhabendste Katze der Welt. 1988 erbte das Tier sieben Millionen Pfund von seinem Besitzer Ben Rea. Blackie war damals eine der letzten Überlebenden der insgesamt 15 Katzen, mit denen der britische AntiquitĂ€tenhĂ€ndler seine letzten Jahre verbrachte.

Fakt 8: Schwarzen Katzen wird CharakterstÀrke nachgesagt

Schwarzen Katzen habe den Ruf, besonders charakterstark zu sein. Vermutlich liegt das am pantherÀhnlichen Aussehen der pechschwarzen Samtpfoten.

NatĂŒrlich kann man nicht automatisch von der Fellfarbe auf den Charakters des Tiers schließen. Trotzdem assoziieren wir schwarze Katzen öfter mit Wildheit und sprechen ihnen ein unberechenbareres Verhalten zu als andersfarbigen Katzen.

Klar ist aber auch, dass schwarze Katzen im Umgang mit Menschen, denen sie vertrauen, genauso lieb und anhĂ€nglich sind wie ihre weißen oder braunen Artgenossen. Ebenso kommunizieren sie es recht schnell und unmissverstĂ€ndlich, wenn sie einen Menschen nicht mögen.

Fakt 9: In Japan gibt es ein CafĂ© fĂŒr schwarze Katzen

In der japanischen Stadt Himeji befindet sich das erste und bisher einzige KatzencafĂ© der Welt, in dem ausschließlich schwarze Katzen zu finden sind. In dem CafĂ© namens „Nekobiyaka“ tragen alle Katzen BĂ€nder in verschiedenen Farben, damit man sie auseinanderhalten kann.

Fakt 10: Es gibt zahlreiche Vorurteile und Diskriminierung von schwarzen Katzen

Schwarze Katze Aberglauben
Mit Hexerei nichts am Hut: Schwarze Samtpfoten sind wunderbare Wesen und haben ein schönes Zuhause verdient!

Traurig, aber wahr: Schwarze Katzen mĂŒssen durchschnittlich 13 Prozent lĂ€nger auf eine Adoption aus dem Tierheim warten als ihre Artgenossen. Dies zeigt eine 2017 durchgefĂŒhrte Studie der britischen Tierschutzorganisation Cats Protection.

Andere Untersuchungen stellen fest, dass Menschen schwarze Katzen hÀufig als unfreundlicher und aggressiver eingeschÀtzen und die schwarzen Schönheiten auch daher zu Unrecht so oft Ablehnung erfahren.

Traurig, dass alte Aberglauben aus dem Mittelalter, dass die schwarzen Samtpfoten Pech bringen oder mit Hexen im Bunde sein sollen, noch heute Ursprung solch negativer Vorurteile sind!

Fazit: Ein Herz fĂŒr schwarze Katzen

WĂ€hrend schwarze Katzen in Europa lange Zeit als UnglĂŒcksboten galten und auch heute hierzulande noch viel Misstrauen gegen die Tiere herrscht, werden sie an anderen Orten der Welt als GlĂŒcksbringer angesehen.

Um schwarze Katzen ranken sich viele Mythen, weshalb sie auch immer wieder in BĂŒchern und sogar in Film und Fernsehen besondere Rollen einnehmen.

Weil wir schwarze Katzen fĂŒr etwas ganz Besonderes halten, schließen wir mit diesem Zitat des französischen Schriftstellers LĂ©on Paul Blouet:

„Ob eine schwarze Katze UnglĂŒck bringt oder nicht, hĂ€ngt davon ab, ob man ein Mensch ist oder eine Maus.“

Bildquellen:

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Esther Schmitz
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